Als eine der popularsten literarischen Gattungen der letzten Jahre hat der Familienroman verschiedene Interpretationen angeregt, welche uberwiegend auf die thematischen Komplexe "e;Schuld/Opfer"e; und "e;Generation"e; im deutschen Erinnerungsdiskurs zuruckgehen. Dieser Band versucht, diese Interpretationansatze auszuweiten, indem er den Gattungsbegriff in Bezug auf seine literarische Geschichte und seine internationalen Spielarten hinterfragt. Behandelt werden also sowohl zeitgenossiche Romane von Stephan Wackwitz, Uwe Timm und Gunter Grass als auch Thomas Manns Buddenbrooks, Wilhelm Raabes Die Akten des Vogelsangs sowie Texte der amerikanischen und der Migrantenliteratur.