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Der Tod in Venedig: Eine philosophische Lesart
Tallenna

Der Tod in Venedig: Eine philosophische Lesart

Die Novelle Der Tod in Venedig ist eines der bekanntesten und meistgelesenen Werke von Thomas Mann, trotz seiner wenig mitrei enden Handlung, ja trotz der Tatsache, dass es sich im Wesentlichen um einen sehr anspruchsvollen inneren Monolog eines alternden K nstlers handelt; allenfalls seine Verehrung f r den sch nen Knaben Tadzio und die vielen biografischen Bez ge, die sich daran festmachen lassen, scheint f r seine Popularit t aufkommen zu k nnen.

Diese Interpretation hat sich zum Ziel gesetzt, die geistige Problematik der Novelle, die der Autor mit der Vokabel einer zweiten oder wiedergeborenen Unbefangenheit bezeichnet hat, aus dem Dunstkreis von Tragik und Glamour, der Thomas Manns Person selbst umgibt, hervorzuholen. Dem Werk soll sein Eigenrecht wiedergegeben werden, gegen alle berformung durch Biografie und Entstehungszusammenhang. Es soll verstanden werden als ein gro es Kunstwerk, das selbst ber Geist und Kunst, ber Form und Inhalt der Kunst insbesondere als tragischer, etwas zu sagen wei . Der spannungsvolle Zusammenhang von selbstbewusstem, leistungsorientiertem Ich und Eros, von meisterhaftem K nnen und hingebungsvoller Liebe, wird vor dem Leser ausgebreitet in einer Pr zision und Tiefensch rfe, die auch heute nichts von ihrer Aktualit t verloren hat, - weit entfernt davon, dass es hier um das verdruckste Coming Out eines alternden Spie ers zu tun w re.

Jene zweite Unbefangenheit ist die dominierende, kaum noch hinterfragte Denkform der Gegenwart. Mit der Lockerheit und Leichtigkeit, mit der siegesgewissen Unbeschwertheit der Selbstbejahung, die jene Denkfigur verspricht, kann eine Betrachtung, die dem Bildungsbegriff Thomas Manns die Treue h lt, freilich nicht konkurrieren.

Kirjailija
Lutz Abeling
ISBN
9781494835569
Kieli
saksa
Paino
132 grammaa
Julkaisupäivä
1.1.2014
Sivumäärä
120