Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1.0, Universit t Trier, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Wann benutzt man im Deutschen welche Zeit? - Dies ist eine Frage, die man immer fter vernehmen kann. Bei Tempora wie dem Pr sens tauchen, zumindest im Deutschen, selten Probleme auf. Bei den Vergangenheitsformen kommt dies jedoch fter vor. Sie werden oft vermischt und keiner wei sich recht zu helfen, wann man denn nun Perfekt, Pr teritum, Plusquamperfekt, etc. einsetzt. Deshalb ist beispielsweise das Pr teritum im Gesprochenen nur noch sehr selten zu vernehmen und genau wie alle anderen, zun chst sprachlichen Ver nderungen, greift auch diese auf die Schriftsprache ber. Daher ist das Thema der vorliegenden Arbeit: Der Oberdeutsche Pr teritumschwund. Zuerst werden Bildung und Verwendung der Vergangenheits-Tempora Perfekt und Pr teritum genau erl utert, da sich das Perfekt oftmals an genau den Stellen einschleicht, an denen eigentlich das Pr teritum stehen sollte. Dadurch wird sichergestellt, dass der Leser mit den zentralen Begriffen des Themas vertraut ist, bevor die Bedeutungs hnlichkeiten zwischen den beiden Tempora er rtert werden. Meine Analyse der Begriffe st tzt sich haupts chlich auf die Duden- Grammatik aus dem Jahre 2006, eine 1977 erschienene Deutsche Grammatik von Johannes Erben und das Grammatische Kompendium von Wilfried K rschner von 2008. Nachdem durch diesen Schritt alle n tigen Grundlagen geschaffen sind, kann nun das Problem des Oberdeutschen Pr teritumschwunds dargelegt werden. Zun chst wird eine zeitliche und geographische Einordnung des Schwundes versucht. Hierbei st tze ich mich auf zwei Hauptquellen: einen Aufsatz von Anthony Rowley mit dem Titel "Das Pr teritum in den heutigen deutschen Dialekten" und eine Studie Kaj B. Lindgrens mit dem Titel " ber den Oberdeutschen Pr teritumschwund," in der er sich ausf hrlich mit dem Thema befasst. Diese Studie wird auch f r den weiteren Verlauf meiner Arbeit