Richard Wagners Aufsatz 'Das Judenthum in der Musik' gilt als unruhmlicher Hohepunkt einer langen Tradition antisemitischen Musikschrifttums. Die Untersuchung nimmt die geistesgeschichtliche Entwicklung judischer Stereotype seit der Antike in den Blick, aus der heraus erst Wagners Geisteshaltung beim Verfassen seines Aufsatzes im 19. Jahrhundert verstandlich wird. Das Stereotyp des 'inauthentischen Juden' wird entlang der Geschichte des Christentums, vor allem des Protestantismus bis hin zu Wagners fruhen musikalischen Schriften verfolgt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschliessend am Beispiel des judischen Komponisten Giacomo Meyerbeer konkretisiert.