Kein Volk der Welt liebt Gold so sehr wie die Deutschen. Fast 9.000 Tonnen liegen in deutschen Privathaushalten - mehr als in der Bundesbank. Finanzjournalist Marc Wiese geht in "e;Der Gold-Fetisch"e; diesem Phanomen auf den Grund. Er verknupft die Finanzpsychologie mit dem historischen Trauma der Hyperinflation von 1923 und der Wahrungsreform 1948. Wiese erklart, warum Gold in Deutschland nicht als Spekulationsobjekt, sondern als "e;Angst-Wahrung"e; gilt. Er analysiert den Markt: Von seriosen Handlern bis zu dubiosen Goldsparplanen, die mit der German Angst Kasse machen. Das Buch pruft nuchtern, ob Gold wirklich vor Krisen schutzt (Spoiler: Nicht immer) und entlarvt Mythen uber den "e;sicheren Hafen"e;. Es ist eine kulturhistorische Analyse einer Nation, die dem Papiergeld zutiefst misstraut und glaubt, dass am Ende nur das zahlt, was man anfassen und vergraben kann.