Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Psychologie - Wirtschaftspsychologie, Note: 1,0, FOM Hochschule fur Oekonomie & Management gemeinnutzige GmbH, Munchen fruher Fachhochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist es zu erkennen, wann eine Wahrnehmungsveranderung stattfindet, sodass eine solche Korrelation zwischen Benachteiligung der Frau und dem Genus-System einer Sprache besteht. Die Datenerhebung wurde anhand eines Experiments mit zwei Versuchsgruppen durchgefuhrt. Die Ergebnisse der Studie wiesen nur vereinzelt statistisch signifikante Ergebnisse auf Ebene der Dimensionen und der Items auf. Welche vor allem bei den 20 bis 29-jahrigen Studenten und Studentinnen auftraten. Insbesondere die Variable Unternehmenserfolg zeigte Abweichungen zwischen den Versuchsgruppen sowie ein statistisch sehr signifikantes Item (fuhrungsstark). Aufgrund der Ergebnisse sollte in weiteren Studien der Fokus auf die Wahrnehmungsveranderung der Erfolgseinschatzung durch das grammatikalische Geschlecht gelegt werden sollte. Sprache bietet einen allgegenwartigen Kontext fur unsere Kognitionen und hat die Fahigkeit, diese zu formen. Sie konnen geschlechtsspezifisch oder geschlechtslos sein. In einer laufenden Debatte legt eine Forschungsrichtung nahe, dass geschlechtsspezifische Sprachen eher geschlechtsspezifische Vorurteile aufweisen als geschlechtslose Sprachen. Demnach wird die Veranderung von vorherrschenden Geschlechterstereotypen verhindert bzw. erschwert. Dies beruht unter anderem auf dem Konstrukt des Framing-Effekts. Diese Vorurteile sollen unter anderem einen Einfluss darauf haben, dass das weibliche Geschlecht in der Wirtschaft weniger vertreten ist. Anlasslich des aktuellen Forschungsstandes beschaftigt sich diese Studie mit dem Einfluss, welchen das grammatikalische Geschlecht in Form einer Unternehmensbeschreibung auf die Wahrnehmung der Menschen hat. Dies wird anhand der Einschatzung der Unternehmenscharakteristika und des Unternehmenserfolgs uberpruft.