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Der Briefwechsel mit Antoine Arnauld
Der Briefwechsel mit Antoine Arnauld
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Der Briefwechsel mit Antoine Arnauld

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Die Korrespondenz mit Arnauld kann als Summe des Leibnizischen philosophischen Denkens bis zum Ende der 80er Jahre gelesen werden. Sie beginnt mit der Ubersendung der Zusammenfassung der Artikel des Discours de Metaphysique an Arnauld. An ihrem Anfang steht die Diskussion einer der zentralen Gedanken dieses Textes: der individuelle Begriff einer jeden Person enthalt ein fur allemal all das, was ihr jemals widerfahren ist und widerfahren wird. Vor dem Hintergrund dieser von Arnauld abgelehnten Auffassung entfaltet Leibniz seine Freiheits- und Wahrheitstheorie. Textgrundlage fur diese erstmals vollstandige Edition sind die im Nachlass aufbewahrten Manuskripte, die bereits von Leibniz selbst, der wiederholt ihre Veroffentlichung beabsichtigte, fur den Druck uberarbeitet worden waren. Die Abweichungen zu den im Arnauld-Nachlass aufgefundenen Abschriften sind im Apparatteil detailliert verzeichnet. Ein weiterer Schwerpunkt des Briefwechsels besteht in der Untersuchung des Substanzbegriffes. Leibniz' Theorie der korperlichen Substanzen ist hier zugleich Auseinandersetzung mit der scholastischen und cartesianischen Tradition sowie Entfaltung der eigenen Position. In der Rede von der Seelenhaftigkeit jeder individuellen Substanz klingt dabei bereits sehr deutlich der spatere monadologische Gedanke an. Thema der Korrespondenz sind ferner die prastabilierte Harmonie (die noch hypothese de la comcomitance hei t), das principium optimum und die Reprasentationslehre. Die Einwande Arnaulds zwingen Leibniz nicht nur immer wieder dazu, sich mit gro ter Prazision der Anstrengung des Begriffs zu unterziehen; dadurch wird manches scharfer und klarer formuliert, als es in seinen Schriften der Fall ist. Die vielfaltigen Konzepte und Ansatze zeugen auch von der Muhe, die es Leibniz bereitete, in einer ihn selbst befriedigenden Weise auf Arnauld zu antworten. Neben seinem philosophischen Wert kommt dem Briefwechsel auch eine fur die Person Leibniz wichtige kirchenpolitische Bedeutung zu; zeigt er doch, wie entschieden sich der Ireniker Leibniz dem Drangen Arnaulds und des Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels - dieser vermittelte zwischen den Korrespondenzpartnern - widersetzte, zum Katholizismus uberzutreten.
Alaotsikko
Philosophischer Briefwechsel, Band 1. Zweisprachige Ausgabe
Kääntäjä
Reinhard Finster
ISBN
9783787348640
Kieli
Ranska
Julkaisupäivä
18.6.2025
Formaatti
  • PDF - Adobe DRM
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