Wie entsteht Neues? Der Begriff 'Innovation' hat Hochkonjunktur in Zeiten raschen Wandels. Entsprechend besteht ein groer Bedarf an Methoden zur Diagnose von Innovationen. Engelhardt antwortet darauf. Sie entwickelt ausgehend von Gilles Deleuze eine theoretisch fundierte Praxisanleitung, um Prozesse innovativer Veranderung zu erforschen. Wie kein Anderer seiner Zeit hat sich Gilles Deleuze mit der Frage beschaftigt, wie Neues entsteht und wie Veranderung konzeptionell begriffen werden kann. Die Autorin klart zunachst zentrale Begriffe der Deleuze'schen Philosophie wie 'Veranderung', 'Neues', 'Kontingenz' und 'Mogliches', die immer an einen schopferischen Realisierungs- bzw. Ausdrucksprozess gekoppelt sind. Aus Begriffsfiguren wie 'Flucht', 'Verrat' und 'minoritarer Bundnisbildung' entwickelt Engelhardt ein stringentes Analyseinstrument. Die Komplexitat philosophischer Abstraktionen uberfuhrt sie in einen handlichen Fragenkatalog und schafft damit einen vielseitig anwendbaren Seismographen der Innovation. Die erstaunliche Funktionalitat wird exemplarisch an den theoretischen Innovationen des feministischen Diskurses von Simone de Beauvoir, Luce Irigaray, Helene Cixous und Judith Butler demonstriert.