Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,0, Universitat Potsdam (Institut fur Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Melancholie, Pessimismus oder gar Weltschmerz - Zustande, die unauflosbar im Leben einiger Menschen verflochten zu sein scheinen. Doch wie entkommen, wenn die Existenz von etwas wirklich Bosem"e; (James, William: 1895) unabwendbar zu sein scheint? Auf der Suche nach einer treibenden Kraft im Leben eines Menschen schlagt dieser oft den Weg in eine spezifische Glaubensgemeinschaft ein. Religion wird in der gangigen Erfahrung meist im Kontext einer dogmatischen Institution verstanden, die allgegenwartige Moderne hingegen lasst durch ihre Pluralisierung der Lebensstile Freiraum fur individuelle Erfahrung. William James, einer der wichtigsten Vertreter des klassischen Pragmatismus, wagt die Betrachtung eines religiosen Glaubens, der unabhangig von jedem Kollektiv existiert. Seine Hauptthese besteht darin, dass die wahre Religion in der individuellen Erfahrungliegt . Da James Uberlegungen auf einer lebensweltlichen Praxis basieren, begibt er sich an den Ausgangspunkt eines religiosen Pessimismus, dessen Hauptmerkmal, die Melancholie, in neue Lebenskraft uberfuhrt werden soll.