"e;Das Unvollendete Wort - Wie ein Worterbuch zwei Bruder in den Wahnsinn trieb"e; erzahlt die tragische und heroische Geschichte des "e;Deutschen Worterbuchs"e;. Wir kennen Jacob und Wilhelm Grimm als die Marchenonkel der Nation. Doch ihr eigentliches Lebenswerk war der Versuch, jedes einzelne Wort der deutschen Sprache zu erfassen, zu erklaren und seine Herkunft zu belegen. Es war das grote geisteswissenschaftliche Projekt des 19. Jahrhunderts - und es scheiterte grandios. Der Kulturhistoriker Martin Buchner beschreibt die obsessive Arbeitswut der Bruder, die in kalten Berliner Stuben sa en und Zettelkasten fullten, wahrend ihnen die Zeit davonlief. Sie unterschatzten die Aufgabe vollig. Nach Jahrzehnten der Arbeit starben beide, bevor sie auch nur den Buchstaben "e;F"e; vollendet hatten. Das Werk wurde erst 1961, uber hundert Jahre spater, von Nachfolgern beendet. "e;Das Unvollendete Wort"e; ist eine Mikro-Historie uber akademische Hybris und die Unmoglichkeit, eine lebendige Sprache in ein Buch zu sperren. Es zeigt die Grimm-Bruder nicht als Romantiker, sondern als pedantische Datenmanager, die fast an ihrer eigenen Grundlichkeit zerbrachen.