Bei seiner vergleichenden Rekonstruktion der Feuerbachschen und Marxschen Philosophie geht der Autor von vier Hypothesen aus: 1. die Erlauterung ihres Konzepts "Gattung" ist unerlasslich fur das Verstehen ihres Menschen- und Weltverstandnisses; 2. ihre Konzeption "Mensch als Gattungswesen" ermoeglicht die neuartige Begrundung einer solidarischen Ethik; 3. ihr Begriff des "Wesens des Menschen" als "dreidimensionales Verhaltnis des Menschen zur materiellen Natur, zu seinem Ich und zu anderen Menschen" schlagt eine Brucke zwischen Anthropologie und Geschichtstheorie; 4. ihre Differenz grundet in ihrer unterschiedlichen Operationalisierung der "Gattungsbeziehung des Menschen" als "Geschlechtsliebe" und als "gesellschaftliche Arbeit".