Die vorliegende Analyse untersucht die Entwicklung des gemeinsamen Asylsystems der EU (auch bekannt als "Dublin-System") und sucht nach einer umfassenden Antwort auf die Frage: "Was erkl rt die stagnierende Entwicklung des Dublin-Systems und wie beeinflusst die Migrationskrise diesen Prozess?" Im Rahmen der Untersuchung wurde argumentiert, dass eine "Joint-Decision-Falle" (JDT) der EU-Governance schnellere Fortschritte bei der Entwicklung des GEAS behindert hat, w hrend die konkrete Entwicklung der Dublin-Verordnung genauer unter die Lupe genommen wurde, um eine detailliertere und pr zisere Antwort zu finden. Die JDT-Theorie von Franz W. Scharpf wurde als zentraler Rahmen herangezogen, aus dem f nf Hypothesen abgeleitet und getestet wurden. In Bezug auf den zweiten Teil der Frage lassen die Ergebnisse dieser Studie erwarten, dass die Krise als Katalysator f r eine weitere Europ isierung der Fl chtlingspolitik in ganz Europa wirken wird. Die Metapher eines "Catch-22" wird verwendet, um zu betonen, dass die aktuelle Entwicklung des GEAS dem hnelt, was ein "Catch-22" symbolisiert: eine problematische Situation, f r die die L sung durch einen Umstand verwehrt wird, der dem Problem selbst innewohnt.