Thomas R. Blanton, IV untersucht die diskursiven Strategien in der Damaskus-Schrift und im 2. Korintherbrief, da sich beide mit der Idee des neuen Bundes befassen. Er zeigt, daß der Diskurs in der Damaskus-Schrift von den Essenern benutzt wird, um sowohl die makkabäischen Ansprüche an das hohe Priesteramt als auch die Ansprüche der Pharisäer, die alleinigen Interpreten der Tora zu sein, zu widerlegen. Den 2. Korintherbrief interpretiert der Autor als Antwort auf einen traditionellen Diskurs, der aus der heiligen Schrift abgeleitet und von rivalisierenden Predigern in Korinth eingesetzt wurde, die das Gesetz mit dem Geist verbanden. Paulus schreibt genau dagegen im 2. Korintherbrief an und hält an der Trennung zwischen Toraobservanz und Geist fest.