Der vorliegende Band fragt nach dem Begriff der Buhne als Ubergangszone par excellence, ihrer experimentellen Entgrenzung, Umformulierung bzw. ihres moglichen Verschwindens in der Gegenwart medialer Figurationen.Historisch betrachtet wird die Buhne des Theaters im 18. Jahrhundert zunachst als Bild/Tableau definiert und erst in den Avantgardebewegungen des fruhen 20. Jahrhunderts als Raum entdeckt und begriffen. Zwar bilden Bild und Raum dabei ein Gegensatzpaar, die Vorstellung des Raums als Container allerdings bleibt davon unberuhrt. Die Buhne bleibt der Alternative von Nacheinander und Nebeneinander unterstellt und wird bis heute fast ausschlielich unter dem Aspekt der Zwei- oder Dreidimensionalitat diskutiert. Demgegenuber beleuchtet der Band, welche Kategorien von Buhne zeitgenossische Theater- und Tanzperformances nahe legen.