Die Themen Okologien der Anderen und andere Okologien rucken Transformationsbeziehungen zwischen Menschen, Tieren und ihren Umwelten in den Blick und befragen die Reichweite der europaischen Grenzziehungen von Natur und Kultur, Wildheit und Domestikation, Menschen und Tieren. Der Kulturbegriff ist absoluter Begriff geworden: Eigentlich ist alles kulturell , selbst das, was innerhalb der europaischen Ideen- und Kulturgeschichte der Kultur entgegensetzt wurde: die Natur und das Klima . Ethnologen wie V. de Castros, P. Descola, M. Strathern u.a. stellen die universelle Reichweite der europaischen Grenzziehungen in Frage und offnen den Blick fur Okologien der Anderen . Der Band problematisiert Hypostasierungen von Kultur, aber auch die Grenzregime von Natur und Kultur: Es wird gefragt, wie die Differenz von Natur und Kultur in der Ethnologie, Bildgeschichte, politischen Zoologie und Philosophie je erzahlt worden ist. Transformationsbeziehungen zwischen Menschen, Tieren und Umwelten rucken in den Mittelpunkt - Denkfiguren, Bild- und Praxisformen wie Totemismus und Animismus sowie Praktiken einer anderen Okologie u.a. im Bereich der Kuche, Jagd, Reproduktion.