Die Ablaufplanung stellt ein klassisches produktionswirtschaftliches Planungsproblem dar, das fUr komplexe Produktionssysteme bisher nicht in befriedigender Weise als ge15st angesehen werden kann. Insbesondere scheitem exakte Optimierungsansatze an der Problemgrii13e. Die in der Praxis oft eingesetzten heuristischen Prioritatsregeln weisen nicht selten wenig gute Ergebnisse auf und sind in ihrer globalen bzw. gesamtsystembezogenen Wirkung fUr den lokalen (dezentralen) Entscheidungstrager zumeist nicht iibersehbar. Komplexere Regeln und deren Kombination wurden verstlirkt seit den 90er-Jahren diskutiert, ohne dass sich diese, zumeist als wissensbasierte Systeme realisierten Ansatze, durchsetzen konnten. Relativ neu ist die Anwendung lokaler Suchverfahren wie Tabu Search, Simulated Annealing, Treshold Accepting sowie genetischer Algorithmen, durch die das Problem allerdings nicht als abschlie13end und zufriedenstellend als ge15st angesehen werden kann. Dirk Sackmann wlihlt die seit den 90er-Jahren fUr die Abbildung von Produktionssystemen herangezogenen Petrinetze als Modellierungsansatz, wobei er hiihere Netze, die die Abbildung und Beschreibung von Objekten wie Maschinen und Auftrage mit ihren relevanten Attributen erlauben, einsetzt. Zentral fur die Abbildung des Ablaufplanungsproblems ist dabei die Definition einer Vorgehensweise, wie Entscheidungen dariiber zu treffen sind, welche Auftrage in welcher Reihenfolge (Sequencing) auf welchen Anlagen (Routing) zu fertigen sind. Urn das (vage) Expertenwissen der lokalen Entscheidungstrager zu nutzen, bedient sich der Verfasser der Theorie der unscharfen Mengen und bildet hieriiber Entscheidungsregeln abo Da sich die reale Problemsituation (Auftrage) verandem kann, sieht er eine Adaption der Wissensbasis durch die Implementierung entsprechender Lemalgorithmen vor.