Das Verhaltnis des Padagogischen und des Politischen gehort zu den zentralen topoi in der Geschichte der Erziehungs- und Bildungsphilosophie. Der Band setzt sich mit seiner gegenwartigen Konfiguration auseinander.In der Antike gilt Erziehung als Grundlage eines funktionierenden Staates, Bildung als Bedingung fur seine Regierung. Die neuzeitlichen Bemuhungen um die Selbstbestimmung der Padagogik umfassen ihren Bezug zum Politischen. War in der Antike die Erziehung dem Staat untergeordnet, so wird der Staat in der Moderne vom Individuum aus gedacht. Wie konfiguriert sich das gegenwartige Verhaltnis zwischen Padagogischem und Politischem? Stellt die derzeitige gesellschaftliche Lage im Vergleich sowohl zur antiken als auch modernen Konstellation von Staat, Erziehung und Bildung eine Zasur oder eine Kontinuitat dar?