Das Buch beschreibt die Emotionalisierung und Standardisierung online inszenierter Madchenfreundschaften, die Kennzeichen einer neuen Jugendkultur darstellen. Madchen sind die aktivste Nutzergruppe der neuen Medien und sie inszenieren sich fur ihre schulische Jahrgangsstufe. Satze wie Ich liebe dich scheinen auf den virtuellen Buhnen zu einem belanglosen Gru zu werden. Die tagliche Gefuhlskommunikation und die einseitige Orientierung an Gleichaltrigen formen Freundschaften und beeinflussen die Identitatsentwicklung. Ein sues Aussehen, Beliebtheit in der Klasse und die allerbeste Freundin gehoren fur den Typus Schulmadchen zum Selbstbild. Die engen Grenzen des sozial Akzeptierten lassen auf allen linguistischen Ebenen serielle Muster dieses Typus entstehen.