Wer war Rene Fulop-Miller? Als schillernder und viel gelesener Journalist, Herausgeber und Autor nahm er wahrend der Zwischenkriegszeit eine uberaus prominente Position im deutschsprachigen Raum ein. Seine groten Verkaufserfolge drehten sich stets um die Themenkomplexe Russland und Sowjetunion, darunter das Sachbuch Geist und Gesicht des Bolschewismus"e; (1926), die Rasputin-Biographie Der heilige Teufel"e; (1927) sowie die Herausgabe einer achtbandigen Ausgabe von Dokumenten aus dem Nachlass Dostoevskijs (1925-1931). Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte er in die USA, wo er zwar nicht mehr an seine Bucherfolge anknupfen, jedoch als Dozent russische Geschichte lehren konnte. Das Buch widmet sich am Beispiel von Fulop-Miller der Frage, mittels welcher Strategien, Dynamiken und Netzwerke die Vermittlung von Themen und Narrativen stattfindet, die zeit- und kontextgebunden einen gesellschaftlichen Diskurs dominieren sowie darin selbst transformiert und wieder verdrangt werden konnen.