Die muslimischen Volker der Region sollten wahrend des Ersten Weltkriegs auf oft abenteuerlich erscheinende Weise zum Dschihad gegen Russland und Grobritannien aufgestachelt werden. Rudolf A. Mark schildert in seinem neuen Buch kaum bekannte deutsche Aktivitaten in Zentralasien wahrend der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.Eine deutsche Geheimmission ins unter britischem Einfluss stehende Afghanistan war Teil dieser Bestrebungen. Auch Zehntausenden in Russisch-Turkestan inhaftierter osterreichisch-ungarischer und deutscher Kriegsgefangener war eine Rolle in den Aufstandsplanungen zugedacht.Nach der Oktoberrevolution versuchten deutsche Politiker und Militars, die nach Autonomie und Unabhangigkeit strebenden Muslime zwischen Wolga und Hindukusch zur machtpolitischen Eindammung Russlands und zum weltwirtschaftlichen Wiederaufstieg Deutschlands nach dem Kriegsende zu instrumentalisieren.Aus wenig bekannten Quellen und erstmals erschlossenem Archivmaterial vielfaltiger Provenienz rekonstruiert der Autor die damaligen Plane und Ereignisse. Ein vergessenes Kapitel deutscher Macht- und Gromachtpolitik!