Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Pravention, Note: 1,0, Hamburger Fern-Hochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschaftigt sich mit folgender zentraler Fragestellung: Inwiefern kann durch psychische Flexibilitat die Lebensqualitat von Migranepatientinnen und Migranepatienten gefordert werden? Ziel dieser Hausarbeit ist es, die zugrunde liegenden lebensqualitatsfordernden Prozesse der psychischen Flexibilitat aufzuschlusseln, um somit den Einfluss auf Migranepatientinnen und Migranepatienten zu erklaren. Zunachst wird dazu das Krankheitsbild der Migrane dargestellt mit dessen Einfluss auf die Lebensqualitat der Betroffenen und dem daraus resultierenden Vermeidungsverhalten von Migranepatienten. Darauf anschlie end werden in Kapitel drei die Grundzuge der Akzeptanz- und Commitment-Therapie sowie dessen Grundgedanke der psychischen Flexibilitat beschrieben. Darauf aufbauend wird in Abschnitt 3.2 der Einfluss der psychischen Flexibilitat auf die Lebensqualitat von Migranepatientinnen und Migranepatienten anhand aktueller Studien dargestellt. Die Arbeit endet mit einer Diskussion, die Schlussfolgerungen fur Praxis und Forschung beinhaltet. Starke Kopfschmerzen, Ubelkeit und Lichtempfindlichkeit all das gehort zum taglichen Leben vieler Personen mit Migrane dazu. Migrane gehort zu den haufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems und fuhrt bei den Betroffenen zu erheblichem Leid, Behinderung und einer geringen Lebensqualitat. Obwohl es eine Vielzahl an prophylaktischen Therapien fur Migrane gibt, leiden viele Patientinnen und Patienten weiterhin unter klinisch signifikanten Kopfschmerzen. Die Therapie dieser Patientinnen und Patienten kann schwierig sein, weshalb sie eine multidisziplinare Behandlung benotigen, um die Schmerzen alternativ zu Medikamenten zu lindern und die Lebensqualitat zu erhalten. In den letzten Jahren hat sich hierbei die Akzeptanz- und Commitment-Therapie als ein vielversprechender Behandlungsansatz fur chronische Schmerzen erwiesen und auch in ersten Studien unter Migranepatientinnen und Migranepatienten scheint der Ansatz vielversprechend. Dabei ist das primare Ziel der Akzeptanz- und Commitment-Therapie nicht, die Schmerzen zu lindern, sondern die Funktionalitat der Betroffenen zu fordern, indem die psychische Flexibilitat erhoht wird.