Religionsunterricht ist politisch und sollte politisch sein. Er ist in politische Herrschaftsverhaltnisse verstrickt und bewirkt auch ungewollt politische Konsequenzen. Wird dies bewusst reflektiert, kann Religionsunterricht so gestaltet werden, dass er zu demokratischer Bildung beitragt. Dies gelingt besonders dann, wenn er religiose Bildung fordert und religionsbezogene Positionierungen eroffnet. Diese Grundthesen werden in der Auseinandersetzung mit der religionspadagogischen Fachgeschichte und anderen Wissenschaftsdisziplinen wie der Politikdidaktik entfaltet und diskutiert. Ihre Zielperspektive ist die konkrete Unterrichtspraxis: Wie konnen religiose Themen politisch reflektiert behandelt werden? Wie sollte im Unterricht auf populistische Kommentare reagiert werden? Und welche Rolle spielen soziale Bewegungen, Projekte und Aktionen in einem Religionsunterricht, dessen politische Dimension bewusst reflektiert und gestaltet wird?