Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, Note: 2,3, Universitat zu Koln (Institut fur deutsche Sprache und Literatur), Sprache: Deutsch, Abstract: R. L. Stines Gansehaut-Reihe war eine der ersten Grusel- und erfolgreichste Bucherserien fur jugendliche LeserInnen. Sein Werk Die Puppe mit dem starren Blick"e; ist das zu untersuchende Objekt dieser Arbeit. Dabei geht diese Arbeit der Frage nach, wie Stine in diesem Werk Horror erzeugt und an welcher Mittel er sich dabei bedient. Dabei wird die These aufgestellt, dass das Unheimliche durch die durchgangige Ungewissheit uber die Lebendigkeit der Bauchrednerpuppen, Mister Wood und Slappy, und den Kontrollverlust uber ihr Verhalten erzeugt wird. Daruber hinaus deutet Stine am Ende seiner Erzahlung die Ruckkehr des Bosen an und erzeugt damit ebenso fur anhaltenden Grusel nach der Lekture. Im Rahmen dieser Arbeit wird auch ein Blick auf die Rolle verlebendigter Puppen innerhalb der Literatur und Horrorerzahlungen geworfen. Jedoch wird das Thema Puppen in der Horrorliteratur nur eingeschrankt behandelt, da die aktuelle Forschungslage zu diesem Thema noch wenig untersucht ist. Ein wichtiger Faktor der Horrorliteratur ist der Begriff der Angstlust, den es neben den wichtigen Merkmalen im Rahmen dieser Arbeit ebenso zu klaren gilt. Grusel- und Horrorerzahlungen gehoren schon lange zum festen Bestandteil der menschlichen Kultur. Einerseits wird durch Horrorerzahlungen menschliche Angste wie vor dem Tod, vor Gewalt, vor dem Bosen, vor Bestrafung und vor der Ungewissheit uber ein Leben nach dem Tod. Andererseits begeben wir uns mit der Lekture eines Grusel- oder Horrorromans freiwillig auf eine Art Achterbahnfahrt, die uns sicher zu sein scheint jedoch zugleich auch mit Angsten und Unsicherheit verbunden ist.