Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Jura - Sonstiges, Note: 15, Bayerische Julius-Maximilians-Universitat Wurzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Anlass fur diese Studienarbeit und die Befassung mit dem Thema bieten die zur Problematik der invasiven gebietsfremden Arten erlassenen Rechtsvorschriften. Dabei ergeben sich Fragen nach Starken und Schwachen der Regelungen. Wird eine Totung von Individuen bzw. der volligen Ausrottung am neuen Standort verlangt? Existieren Hurden, die der praktischen Umsetzbarkeit entgegenstehen bis hin zu rechtlichen Bedenken? Hatten sich die Gerichte bereits mit dieser relativ neuen Materie zu befassen? Auf diese und weitere Fragen soll im Laufe der folgenden Ausfuhrungen eine Antwort gefunden werden. Diese Studienarbeit beschaftigt sich zu Anfang mit den neu geschaffenen Rechtsgrundlagen auf europaischer und nationaler Ebene zur Abwehr invasiver gebietsfremder Arten. In diesem Zusammenhang wird auf die Hintergrunde naher eingegangen, die den Erlass notwendig machten, und das Verhaltnis der Regelungen untereinander. Im Weiteren wird der Begriff der invasiven gebietsfremden Arten in rechtlicher Hinsicht gedeutet und auf deren Gefahrlichkeit eingegangen. In diesem Kontext wird der Anwendungsbereich eingegrenzt und folglich differenziert, unter welchen Voraussetzungen und mithilfe welcher Verfahren eine Art als invasiv eingestuft wird, sodass fur diese der zu beschreibende Regelungskomplex einschlagig wird. Fur das Verstandnis des Gesamtzusammenhanges ist zwingend zu erlautern, wessen Schutz bezweckt wird und welche Werte dahinterstehen. Darauffolgend findet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ma nahmen zur Abwehr invasiver Arten statt. In diesem Rahmen werden die jagdrechtlichen Bestimmungen und Besonderheiten dargelegt, soweit ein Bezug zum Thema gegeben ist. Zum Zweck der umfassenden Bearbeitung der Materie ist eigens auf die Zustandigkeitsbereiche der Behorden einzugehen. Praktisch bedeutsam ist, wie gegen staatliche Ma nahmen Rechtsschutz erlangt werden kann und ob der Burger das Aktivwerden der zustandigen Behorden zulassigerweise beanspruchen kann, sodass Ausfuhrungen hierzu angebracht sind. Im Anschluss daran ist der Regelungskomplex auf seine Notwendigkeit und Wirksamkeit hin zu uberprufen. Dabei werden vorgebrachte Bedenken und Verbesserungsvorschlage kritisch untersucht und Ansichten gegenubergestellt. In diesem Zusammenhang sind auch moglicherweise auftretende Problemkonstellationen aufzuzeigen.