Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein, Note: 1,3, Universitat Siegen (Fakultat 1), Veranstaltung: Kultursoziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll kultursoziologisch untersucht werden, welche gesellschaftliche Relevanz Biopics besitzen und welche Rolle die Medien bei der Aufbereitung einer biografischen Geschichte einnehmen. Dafur soll das 2019 erschienene Biopic "e;Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile"e; von Joe Berlinger uber den US-amerikanischen Serienmorder und Vergewaltiger Ted Bundy, der von 1974 bis 1978 mehr als 30 junge Frauen ermordete, beispielhaft herangezogen und betrachtet werden. Dazu soll zunachst die Person Ted Bundy und die von ihm begangenen Verbrechen sowie die Rezeption der Offentlichkeit dargestellt werden. Im Zuge dessen soll untersucht werden, inwiefern und weshalb eine Faszination und Glorifizierung von Serienmordern seitens der Gesellschaft besteht und welchen Beitrag moderne Massenmedien zu diesem Phanomen beitragen. Anschlieend soll die fiktionale biografische Umsetzung des Falls Ted Bundy im Biopic "e;Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile"e; analysiert werden. Dabei werde ich explizit auf das Serienmordermotiv im Film eingehen und das Kapitel damit beenden, indem ich die Bedeutung von Biopics fur die Gesellschaft darstelle. Darauf basierend soll dann ein Bezug zur realen Fallentwicklung Bundys hergestellt werden. Abschlieend soll ein zusammenfassendes Fazit der Ergebnisse formuliert werden. Geschichten uber Verbrecher sind in der Popularkultur nicht mehr wegzudenken. Filme, Dokumentationen und True-Crime Storys uber Gangster, Wirtschaftsverbrecher oder Morder gehoren schon seit Langem zum Bestandteil der Medienkultur. Dabei fallt auf, dass diese Verbrecher trotz oder auch gerade aufgrund ihrer kriminellen Tatigkeiten oftmals heroisiert und bewundert werden. Sicher ist jedenfalls, dass das Bose fasziniert und Neugier erweckt. Das Schreckliche zieht den Zuschauer in seinen Bann, lasst ihn nicht wegschauen. Nicht selten lie sich beobachten, dass Verbrecher mit einer gro en medialen Prasenz zahlreiche Anhanger und regelrechte Fanclubs zu verzeichnen hatten. Extreme Verbrechen wie beispielsweise Serienmorde treten nicht regelma ig auf, trotzdem scheinen sie durch ihre massive mediale Inszenierung omniprasent zu sein.