Der Band erschliet historische Semantiken von Arbeit und Muiggang. Er verfolgt, wie diese in der Romantik realisiert, erprobt und weiterentwickelt werden. Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist fur den modernen Arbeitsbegriff von groer Relevanz. Literatur und Kunste bringen in die Auseinandersetzung um die Arbeit spezifische Anregungen ein, weil sie sich nicht auf die aufklarerische Gegenuberstellung von positiv bewerteter Arbeit und negativ bewertetem Muiggang reduzieren lassen. Haufig werten sie das Andere des tatigen Lebens auf oder operieren mit Uberblendungen zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit. Der Band erkundet die kultur-, sozial- und asthetikgeschichtlichen Dimensionen dieser Thematik. Er sucht die von den Romantikern bevorzugten Inszenierungsraume von Arbeit und Muiggang auf und schafft Begegnungen mit romantischen Figuren, die als Fleiige, Faulpelze, Kunstler, Taugenichtse, Wanderer oder Mittagsschlafer die imaginierten Welten bevolkern.