Der Band analysiert erstmals die Farbgrundzeichnung von ihren Anfangen nordlich der Alpen bis Albrecht Durer und beleuchtet ihre Funktionen, Materialasthetik und Medienreflektion im Wandel kunstlerischer Anforderungen.Die im 15. Jahrhundert zunehmende Bedeutung der Handzeichnung zeigt sich auch in zahlreichen erhaltenen Farbgrundzeichnungen. Helle und dunkle Zeichenmittel auf farbigen Fonds stellen Materialitat in ihrem illusionistischen Potenzial eindrucksvoll heraus. Die Abstraktion von Buntwerten erprobt neue Seherfahrungen, so dass die Technik pradestiniert fur Aushandlungsprozesse neuzeitlicher Darstellungsweisen erscheint. Die Nachfrage einer kunstinteressierten Klientel fuhrte zu verschiedenen Popularisierungsverfahren. Mit Blick auf subtile Variationen gelingt eine wissenskulturelle Positionierung der Handzeichnung in neuem Licht.