Das Mittelalter war keine wirtschaftliche Stagnation - es war die Geburtsstunde moderner Handelssysteme, Bankwesen und stadtischer Wirtschaftsmacht. Dieses Buch verfolgt die Entwicklung der europaischen Wirtschaft von der Naturalwirtschaft fruhmittelalterlicher Dorfer bis zu den komplexen Finanznetzwerken der Hanse und italienischer Kaufmannsrepubliken. Es zeigt, wie Markte, Messen und Handelsrouten Kontinente verbanden, wie Zunfte Handwerk organisierten, wie Wahrungen entstanden und Kreditsysteme die Macht von Konigen herausforderten. Anhand archaologischer Funde, Zunftordnungen, Handelsbuchern und stadtischen Archiven rekonstruiert das Buch den Alltag von Tuchhandlern, Schmieden, Bauern und Fernkaufleuten. Es untersucht, wie technische Innovationen Wassermuhlen, Dreifelderwirtschaft, Buchhaltungsmethoden Produktivitat steigerten und gesellschaftliche Hierarchien verschoben. Zugleich fragt es: Wer profitierte vom wirtschaftlichen Aufschwung, wer blieb ausgeschlossen? Wie veranderten Pest und Hungersnote Arbeitsmarkte? Und warum scheiterten manche Regionen, wahrend andere florierten?Das moderne Europa entstand nicht trotz, sondern durch die wirtschaftlichen Strukturen des Mittelalters.