Uber Generationen zu sprechen ist ein riskantes Geschaft. Sobald man es tut, meldet sich garantiert ein Feinfuhliger zu Wort und erklart schulmeisterlich, dass man selbstverstandlich nicht alle meinen konne. Dass Verallgemeinerungen unfair seien. Dass jede Generation vielfaltig, komplex und individuell sei. Heul, schnief. Das stimmt naturlich. Und deshalb wird dieses Buch im Folgenden genau das tun, was man angeblich nicht tun darf: Es wird verallgemeinern. Und das lustvoll!Die sogenannte Generation Z geboren ungefahr zwischen 1997 und 2012 ist die erste Generation der Menschheitsgeschichte, die gleichzeitig mit drei Dingen aufgewachsen ist: permanentem Internet, permanentem moralischem Bewusstsein und permanentem Akku-Ladebedarf. Sie spricht mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit uber mentale Gesundheit, Identitat, Mikroaggressionen und Selbstfursorge wahrend sie gleichzeitig Videos produziert, in denen Menschen funfzehn Sekunden lang tanzen. Von den Babyboomern werden sie als egoistische Weicheier wahrgenommen, die mehr Anspruche anmelden als sie zu Leisten bereit sind. Sie fordert Sinn in der Arbeit, Authentizitat im Leben und Nachhaltigkeit im Konsum bestellt dann aber mit erstaunlicher Effizienz Dinge im Internet, die von einem Lieferfahrer gebracht werden, der vermutlich weniger Work-Life-Balance hat als alle Beteiligten zusammen und fliegt in der Welt herum. Das ist keine Kritik. Das ist nur eine Beobachtung. Doch, ist es.