Diese Arbeit versucht, auf der Basis der neueren Intertextualitatstheorie die enge literarische Beziehung zwischen den beiden Klassikern des hoefischen Romans - Hartmann von Aue und Gottfried von Strassburg - zu fassen. Ausgehend von einem konsequent rezeptionsasthetischen Standpunkt werden lexemindizierte Verweise im Tristan auf die Werke Hartmanns ermittelt und interpretiert. Vor deren Hintergrund werden bisherige Interpretationen auf ihre Gultigkeit befragt und Um- bzw. Neuakzentuierungen der Tristan-Deutung vorgenommen. Die Analyse erfolgt unter verschiedenen thematischen Einzelaspekten sowie als Gesamtdurchgang zum Thema "Liebe und Gesellschaft".