Bachelorarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Jura - Steuerrecht, Note: 1,4, Duale Hochschule Baden-Wurttemberg, Villingen-Schwenningen, fruher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen, Veranstaltung: Steuerstrafrecht, Sprache: Deutsch, Abstract: Sind einvernehmliche Beendigungen von (Steuer-)Strafverfahren mit den bewahrten Grundsatzen des deutschen Strafprozesses in Einklang zu bringen? Gefahrden Verstandigungen gar das Vertrauen der Bevolkerung in den Rechtsstaat? Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, diese Fragen zu beantworten und zu prufen sowie zu bewerten, inwieweit Verstandigungen im Steuerstrafverfahren legitim sind. Offentliche Hauptverhandlungen garantieren, dass sich jeder Burger selbst davon ein Bild machen kann, ob die Richter zu einem gerechten Urteil gelangen. Die Moglichkeit der Bevolkerung, die Justiz auf diese Weise zu kontrollieren und ihre Ergebnisse kontrovers zu diskutieren, ist die Basis des Vertrauens in den Rechtsstaat. Ein ganzlich anderer Eindruck entsteht hingegen, wenn es zu vertraulichen, kooperativen Gesprachen zwischen Ermittlern, Beschuldigten und ggf. auch Richtern kommt. Eine solche Praxis ist gerade in fruhen Stadien von Steuerstrafverfahren alles andere als selten. Vor diesem Hintergrund konnen sehr ernstliche Zweifel an der Legitimation dieser Praxis aufkommen.