Gegen Ende der 1990er Jahre kam es zu einer massiven Ver nderung der Akteursstruktur der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Neben den in internationalen Gebergremien organisierten Industriel ndern betraten Staaten als Geber die B hne der Entwicklungszusammenarbeit, die selbst in gro em Umfang Unterst tzungsleistungen erhielten. Diese so genannten "neuen" Geber sind bis heute nicht im Development Assistance Committee organisiert und somit an keine Richtlinien bez glich der Mittelvergabe gebunden. Eine Beschr nkung ihrer F rderung, zum Beispiel auf L nder, die sich zur Umsetzung eines demokratischen Wandels verpflichten, besteht somit f r sie nicht. Woran also orientieren sich diese Geber bei ihrer Mittelvergabe? Einen vielversprechenden Erkl rungsansatz stellt die Analyse der "national role conceptions" der "neuen" Geber dar. Die Anwendbarkeit dieses sozialpsychologischen Theoriekonstrukts wird in dieser Studie mittels einer methodenbasierten vergleichenden Analyse am Beispiel der "neuen" Geber Brasilien und S dafrika gepr ft. Hierbei werden sowohl die "national role conceptions" als auch die Entwicklungszusammenarbeit der beiden "neuen" Geber beleuchtet.