sere nationalen Bildungsstandards setzen auf Kompetenzen, d.h. auf inhaltlich ubertragbare, messbare kognitive Problemlosefahigkeiten. Hier wird ein alternatives Bildungskonzept vorgeschlagen und am Beispiel der literarischen Bildung konkretisiert.Die mundige Teilhabe des Einzelnen am komplexen, dynamischen und instabilen soziokulturellen System verhindert fatale Ruckzugsbewegungen in die Verantwortungslosigkeit. Pluralitat darf nicht durch Vereinseitigung oder Gleichgultigkeit negiert werden. Daher mussen Heranwachsende befahigt werden, die mannigfaltigen kulturellen Denkmuster, Werte und Rollen aufeinander zu beziehen, um ein Ganzes zu entwerfen, Alternativen zu erwagen, Konflikte zu bearbeiten und auszuhalten. Dem Umgang mit Literatur kommt ein besonderer Bildungswert zu. Literaturunterricht ermoglicht den Heranwachsenden reflektierte Erfahrungen im Umgang mit radikaler Pluralitat.