Die laseradditive Fertigung unterliegt nur wenigen geometrischen Beschrankungen, so dass sich komplett neue Konstruktionen mit hoher geometrischer Komplexitat realisieren lassen, die mit herkommlicher Fertigungstechnik nicht gefertigt werden konnten. Eine der Anwendungen, in denen das Verfahren zum Einsatz kommt, ist der Spritzgusswerk-zeugbau. Im Rahmen der Arbeit werden laseradditiv gefertigte Werkzeugformen und deren Konstruktionsweisen untersucht, um die Eigenschaften und die Einflusse auf den Spritzgussprozess zu analysieren und hieraus Potentiale zur innovativen Werkzeugauslegung abzuleiten. Hierzu werden drei Temperierarten miteinander verglichen und verschiedenen Analysen unterzogen. Zum einen die auf spanender Fertigung basierende Werkzeugtemperierung, sowie die Nutzung innovativer konturnaher Temperierkanalsysteme. Daruber hinaus wurde eine Temperierung mit einem wasserdurchstromten Temperierhohlraum entwickelt und zum Einsatz gebracht, die den theoretischen physikalischen Anforderungen an eine gleichmaige und effektive Temperierung am nachsten kommt. Aus den Untersuchungsergebnissen werden zum Ende der Arbeit Herangehensweisen und Potentiale fur die Konstruktion innovativer Temperiersysteme abgeleitet.