Dem Informationsbed rfnis von Patienten oder gesundheitsinteressierten Personen kann in Deutschland aufgrund des Publikumswerbeverbotes nach 10 Abs. 1 des Heilmittelwerbegesetzes europaweit aufgrund der Artikel 86 ff. der Richtlinie 2001/83/EG nur bedingt entsprochen werden. Immer mehr Patienten m chten aber an Gesundheitsentscheidungen aktiv mitwirken. Die Arzt-Patient-Beziehung unterliegt zunehmend einem Wandel vom hergebrachten paternalistischen Modell, bei dem der Arzt in alleiniger Autorit t ber die Therapieform entscheidet, hin zum Konzept des Shared Decision Making (SDM). Bei SDM handelt es sich um ein Modell einer partnerschaftlichen Arzt-Patient-Beziehung, die durch einen gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess gekennzeichnet ist. Lena Harmann gibt in ihrer Studie einen genauen berblick ber die publikumswerberelevanten deutschen und europarechtlichen Vorschriften und ihre verfassungsrechtliche Konformit t und widmet sich ausf hrlich den verschiedenen Modellen der Arzt-Patient-Kommunikation. Auch gibt sie einen berblick ber die dem Patienten heute zur Verf gung stehenden Informationsmedien und erl utert und bewertet die neuen Vorschl ge f r EU-Richtlinien, die eine F rderung der Patienteninformation anstreben. Den Kernpunkt bildet die Diskussion der umstrittenen Frage, ob ein vollst ndiges Werbe- bzw. Informationsverbot noch zeitgem , gesundheitspolitisch erstrebenswert und verfassungsrechtlich zu rechtfertigen ist.