Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Kunst - Malerei, Sprache: Deutsch, Abstract: passer Catulli Am Beispiel des verschollenen Gem ldes "Lesbia mit dem Sperling" von Anselm Feuerbach wird gezeigt, dass es nicht nur einen Weg in die Moderne nach der Abspaltung der Kunst von der offiziellen gab, der bekanntlich zu ihrer vollkommenen Autonomie f hrte. Ein zweiter Weg begann schon mit dem deutschen K nstlerbund der Nazarener in Rom und verzweigte sich zu den englischen Pr raffaeliten. Kennzeichnend ist die Abkehr von akademischen Paradigmen wie naturalistische und illusionistische Raumkonstruktion und Farbgebung. Im Gegensatz zu K nstlern der beginnenden Moderne - wie die des Impressionismus -, die sich auch von den 'klassischen' Themen der Malerei aus Mythologie und Geschichte verabschiedeten, blieb ein anderer Teil beim alten Themenrepertoire. Die englischen Maler des viktorianischen Zeitalters verfeinerten auf der Grundlage der franz sischen Salonmalerei dieses Repertoire und f hrten es zu einem 'Hyper-Illusionismus." Die Nazarener, die Pr raffaeliten und die sp ten Deutsch-R mer hielten ebenso weiterhin am klassischen Repertoire fest, durchbrachen jedoch - besonders Mar es und Feuerbach - die akademischen Paradigmen und wurden zu "Suchern des Innern im u eren" (Kandinsky). Ihre Werke sind gekennzeichnet durch den Willen, die Sachinhalte nicht g nzlich zugunsten der Forminhalte aufzugeben. Diese in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit aller Macht aufbrechende Diskrepanz l st sich im 20. Jahrhundert erst im Werk von Paul Klee auf.