Das Stichwort der Narben des Geistes aus der Phanomenologie des Geistes nutzt die Untersuchung zu einer Kritik Hegels, die ihren Ausgang vom Verhaltnis von Geist und Sprache, von Literatur und Philosophie nimmt. Hegels Phanomenologie des Geistes stellt bis heute den umfassendsten Versuch dar, einen fur die Moderne gultigen Begriff der Erfahrung zu begrunden. Unter dem Stichwort Narben des Geistes greift die Untersuchung Hegels Ansatz auf, um ihn zunachst mit literarischen Texten von Sophokles, Diderot und Goethe und in einem zweiten Schritt mit alternativen philosophischen Modellen von Benjamin bis zu Foucault zu konfrontieren. Den Abschluss bildet die Frage nach Erfahrungsbegriffen vor (Montaigne), parallel zu (Holderlin) und nach Hegels Zeit (Nietzsche). Das Ziel der Untersuchung besteht in einer Kritik des Hegelschen Erfahrungsbegriffs im Blick auf den asthetischen Diskurs der Moderne.