Masterarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich BWL - Controlling, Note: 1,0, Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Masterarbeit fuhrt eine umfassende Analyse des Status Quo der Nachhaltigkeitsberichterstattung im deutschen Lebensmitteleinzelhandel durch. Nicht zuletzt durch die seit 2018 regelmaig stattfindenden Fridays for Future"e;-Demonstrationen, in denen sich ursprunglich insbesondere Schuler und Studenten fur schnelle und umfassende Klimaschutzmanahmen einsetzen, ist das Thema Nachhaltigkeit in der breiten Gesellschaft angekommen. Nachhaltigkeit beschrankt sich im Allgemeinen allerdings nicht nur auf die okologischen Problemstellungen unserer Zeit, sondern hat als zweite und dritte Dimension auch die Okonomie und das Soziale im Blickfeld. Diese gilt es in Einklang zu bringen. Insbesondere die Verantwortung von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit, in der Regel als CSR bezeichnet, hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. So auch im Lebensmitteleinzelhandel, welcher eine der gro ten Branchen in Deutschland darstellt. Bei einer wachsenden Kundenanzahl flie en in die Kaufentscheidung nicht mehr nur die Kriterien Preis und Qualitat ein, sondern auch Aspekte in Bezug auf Nachhaltigkeit. So steigt die Bedeutung von Angaben zu den okologischen Auswirkungen der Herstellung oder den Arbeitsbedingungen in der Lieferkette. Das Angebot an nachhaltigen Produkten nimmt daher stetig zu. Nachhaltigkeit gilt als das Thema der Zukunft fur den Einzelhandel. Im Zuge dieser Entwicklungen ergreifen immer mehr Unternehmen die Moglichkeit, Nachhaltigkeitsberichte zu veroffentlichen, in denen sie Angaben zu ihren Nachhaltigkeitsbemuhungen tatigen. Hiermit decken sie nicht nur die Informationsbedurfnisse ihrer Kunden ab, sondern auch weiterer Stakeholder wie Mitarbeitern, Geschaftspartnern oder Nichtregierungsorganisationen. Seit 2017 ist zudem fur bestimmte Gro unternehmen die Bereitstellung nichtfinanzieller Kennzahlen gesetzlich verpflichtend, wobei es sich lediglich um Mindeststandards handelt und keine einheitliche Festlegung des qualitativen und quantitativen Ausma es vorhanden ist. Dennoch hat sich die Nachhaltigkeitsberichterstattung in den vergangenen Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Die Qualitat und der Umfang der aktuell zur Verfugung gestellten Informationen ist laut der Europaischen Kommission allerdings weiterhin nicht ausreichend. Zudem seien die gelieferten Angaben kaum vergleichbar und nicht immer verlasslich, da ein zu gro er Spielraum in der Berichterstattung bestehe. Daher stellte die Europaische Kommission im April 2021 einen Entwurf zur Uberarbeitung der bisherigen nichtfinanziellen Berichterstattung vor, der weitreichende Anderungen mit sich bringen wird.