Das erste nachrevolutionare Dezennium, teilweise auch noch das zweite, war eine Zeit kuhner Entwurfe und Konzeptionen; Erforschung und Aneignung der Ideen jener Fruhzeit kann langst nicht als abgeschlossen gelten. Mittlerweile gehoren die wichtigsten Denkrichtungen der damaligen Zeit - formale Schule, Produktionsasthetik, die Asthetik Bachtins, auch die Realismustheorie - zum innovativen Bildungsgut, zum polemischen Bezugsfeld der modernen Literaturtheorie; sie vermitteln Anregungen, die ins tagliche Arbeitsinstrumentarium eingingen oder ihre Aufhebung in neueren Schulen (Kultursemiotik) fanden."