Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Freie Universit t Berlin (Institut f r Deutsche Philologie), Veranstaltung: Drama des Sturm und Drang, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Johann Christoph Gottsched und seine Frau Luise Adelgunde Victorie Gottsched reformierten das deutsche Theater zu Beginn des 18. Jahrhunderts und bildeten somit den Anfang des Dramas der Aufkl rung. Gottscheds dramentheoretisches Konzept, welches unter anderem in seinem Werk Versuch einer Critischen Dichtkunst, in verschiedenen Abhandlungen sowie Vortr gen und -reden dargestellt ist, st tzt sich dabei vor allem auf die antike Poetik von Aristoteles, Martin Opitz' Buch von der deutschen Poeterey und auf den franz sischen Klassizismus. Im Verlauf des folgenden Kapitels werden zuerst einige zentrale Merkmale der Trag die, wie Gottsched sie versteht, und anschlie end das Trauerspiel Sterbender Cato, das Gottsched an seiner Regelpoetik orientiert und welches als Musterbeispiel gilt, kurz( ) vorgestellt und auf die zeitgen ssische Reaktion auf das Drama eingegangen. Eine genauere Analyse des Trauerspiels erfolgt erst sp ter im Zusammenhang mit Lessings' Werk Philotas. So wie Gottsched als gro er Reformator der Fr haufkl rung gilt, so bernimmt Lessing diese Rolle ab der Mitte des 18. Jahrhundert in der Phase der Sp taufkl rung. Sein erstes b rgerliches Trauerspiel, Mi Sara Sampson, l utet diese neue Phase des Theaters ein und steht in Opposition zu den am franz sischem Vorbild orientiertem klassischen Trauerspiel der Gottschedschen Schule. Drei Jahre sp ter erscheint Lessings Philotas, das seinerzeit f r viele Irritationen und Missverst ndnisse sorgte, da es zwar formal und laut Untertitel eine Trag die ist, aber bei genauerer Betrachtung Fehler bei der Umsetzung des historischen Stoffes in die klassische Form der Trag die - wie sie von Gottsched bekannt war - aufweist. Heute besteht allgemeiner Konsens dar ber, dass das Werk "