Das Tagebuch des Kieler Werft-Ingenieurs Andersen erlaubt es, das Verhalten von Angestellten wahrend der Jahre 1917-1919 einzuschatzen. Dazu wird untersucht, welche Ereignisse ihm wichtig waren, welchen Eindruck sie auf ihn machten und wie er die Diskussionen in seinem Umfeld wahrnahm.Daraus werden die Ursachen fr die nderung seiner Einstellung im Laufe dieser Jahre bestimmt. Die Ergebnisse werden neueren Thesen gegenbergestellt, die fr die Akteure der Revolutionszeit stark eingeschrnkte Handlungsmglichkeiten sehen, so dass eine Ausweitung der revolutionren Bestrebungen nicht mglich gewesen wre. Dies wird insbesondere im Hinblick auf eine mgliche Weiterentwicklung der Kieler Anstze fr eine durchgreifende Militrreform diskutiert.