Seit Jahrhunderten haben die vom internationalen Handel der Hafenstadte gepragten Niederlande Einwanderer angezogen. Migration ist hier nicht zuletzt als Gegenwart kolonialer Vergangenheit Teil der Alltagserfahrung. Die Beitrage setzen sich im Sinne einer Europaischen Ethnologie und Kulturanthropologie mit dem gestiegenen Komplexitatsniveau der niederlandischen Gesellschaft auseinander. Ihr besonderes Interesse gilt der Beschreibung und Analyse des Zusammenspiels unterschiedlicher Komponenten von Fremd- und Selbstwahrnehmung, von Identitaten-Generierung und von Formen der Lebensgestaltung. Ihre Analysen knupfen an aktuelle gesellschaftspolitische Debatten um Zuwanderung', Integration', niederlandische Kultur' und kulturelles Erbe' an.