Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Universitat Munster, Sprache: Deutsch, Abstract: Ein angreifender Kommentar unter einem Post, ein Meme welches zwar lustig, aber auch sehr angreifend sein kann, eine bose Nachricht von einer Person, die du gar nicht kennst, von der du nicht einmal weit, wie sie aussieht. Kommt dir das bekannt vor? Fur die Meisten Nutzer des Internets ist dies nichts ungewohnliches mehr, wenn nicht sogar etwas Alltagliches, normales geworden. Doch was steckt hinter diesen Beobachtungen und Erfahrungen und inwiefern konnen auch ganze Berufsfelder davon betroffen sein und eingeschrankt werden? All diese Beispiele stehen unter dem Begriff Hate Speech. Darunter versteht sich ein Phanomen, welches mit der zunehmenden Mediatisierung und Digitalisierung global immer weiterverbreitet wird. So gut wie jeder Nutzer von Online-Foren oder sozialen Netzwerken, sowie alle Berichterstatter konnen ihm zum Opfer fallen, so auch Journalist*innen. Doch inwiefern ist dies durch die Anonymitat des Internets bedingt und wird womoglich sogar durch diese verstarkt? Um dies herauszufinden, muss sich zuerst mit einer grundlegenden Definition des Begriffes Hate Speech befasst werden, sowie mit seiner Ausbreitung auf den journalistischen Bereich in den Punkten Betroffenheit und Auswirkungen. Wodurch Hate Speech in seinen Grundsatzen und seine Ausbreitung entsteht, kann anschlie end mit dem Online-Disinhibition Effekt erklart werden. Als Abschluss kann dann ein schlussiger Zusammenhang zwischen der Anonymitat in Nutzerkommentaren und (verstarktem) Hate Speech gegenuber Journalist*innen hergestellt werden. Es stellt sich zusammengefasst also die Frage, inwiefern sich das veranderte Verhalten von Personen im Internet auf digitale Angriffe auswirkt. Spannend oder nicht? Ein Thema was uns alle irgendwo betrifft und bei dem wir uns womoglich alle an bestimmten Stellen in unserem eigenen digitalen Verhalten ertappt fuhlen werden.