Bei den meisten der nicht abgeholten Leichen, die zur Autopsie ins Lady Hardinge Medical College in Neu-Delhi gebracht werden, handelt es sich entweder um Bettler oder Mittellose, die h ufig in verschiedene Arten von Drogenmissbrauch und sexuellen Aktivit ten verwickelt sind. Bei der Autopsie solcher Leichen wurde in der Vergangenheit Tuberkulose (die h ufig mit einer HIV-Infektion einhergeht) als h ufigste Todesursache festgestellt. Diese Leichen werden mindestens 72 Stunden lang im K hlraum des Leichenschauhauses aufbewahrt, damit sie von den Angeh rigen identifiziert werden k nnen. Wie lange eine Leiche potenziell mit HIV ansteckend bleibt, ist umstritten. Infekti se Viren wurden aus fl ssigem Blut gewonnen, das drei Wochen lang bei Raumtemperatur aufbewahrt wurde, und es wurde festgestellt, dass Viren in hoher Konzentration drei Wochen lang lebensf hig bleiben. Die K hlung scheint die Lebensf higkeit kaum zu beeintr chtigen. Daher kann die M glichkeit einer HIV- bertragung auf das an der Autopsie beteiligte medizinische und nichtmedizinische Personal nicht ausgeschlossen werden. Die vorliegende Studie ergab, dass nicht abgeholte Leichen ein gr eres Risiko der HIV- bertragung darstellen als abgeholte Leichen bei Autopsien.