denn die Anfange sind ein Reichtum / la uns sorgen, da goldenes / Anfangliches uns nie verlat. / [...] Vollendetheiten / sind eine Faulnis. - In diesen Zeilen bringt Robert Walser einen gewichtigen Aspekt seines Werks auf den Punkt. Als Autor hat er dem Anfangen, dem Unfertigen und Spontanen stets die grote Bedeutung beigemessen. Dieser Band versammelt neue Beitrage zur Erforschung von Robert Walsers Werk und seinen Lebensumstanden, die ein breites Spektrum abdecken: Narratologie, Intermedialitat, Poetik und Kontextstudien. Inwiefern hat Walser schon 1908 mit dem Roman Der Gehulfe die ,bullshit jobs' von heute vorweggenommen? Welche Rolle spielt das Politische in seinen Texten? Und wie lasst sich sein scheinbar chaotisches Schreiben dennoch als narrative Ordnung verstehen? Die versammelten Aufsatze liefern Antworten und stellen weitere Fragen. Zwei AutorInnen gehen zudem Walsers ,Vibes', seinen Schwingungen und Stimmungen, in eigenen literarischen Texten nach.