Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Politik - Klima- und Umweltpolitik, Note: 1, Zeppelin University Friedrichshafen, Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand der Hausarbeit ist die Identifikation zentraler Beruhrungspunkte der Geoengineering-Anwendung mit der Ethik. Der Klimawandel stellt die Menschheit vor eine massive Herausforderung. Gegenwartige Aktionen, um dem Temperaturanstieg entgegenzuwirken, auern sich in drei Strategien: Pravention (Prevention), Anpassung (Adaption) und Abmilderung (Mitigation). Beschreibt die erste einen Weg, der dem Entwicklungsstadium des Klimas nicht mehr gerecht wird, ist letztere Option die primare Strategie. Abmilderung, beispielsweise in Form von Einschrankung des Ressourcenverbrauchs und Emissionsreduktion, ist unerlasslich, um den Klimaanderungen effektiv zu begegnen. Entgegen dieses Kalkuls gewinnt ein scheinbar utopischer Losungsansatz Beachtung: Das Climate Engineering bzw. Geoengineering. Der Terminus beschreibt den beabsichtigten Eingriff des Menschen in das Klimasystem des Planeten. Die proaktive Ma nahme soll die Temperatur beeinflussen und auf das gewunschte Niveau mindern. Geoengineering als Hervorkommling einer jungen Wissenschaft ohne praktische Erfahrungswerte befindet sich in einem Spannungsfeld kontroverser Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten. Nebst technischer Moglichkeiten werden auch okonomische, politische und ethische Beruhrungspunkte hitzig diskutiert. Die unzureichenden Kenntnisse und die eingeschrankte Forschung au ern sich nicht nur in der komplexen Natur des Geoengineering, sondern auch in dessen Status als postnormale Wissenschaft.