Der Band diskutiert den Begriff der generischen Formen, um einem Dilemma der asthetischen Theoriebildung zu begegnen: Die asthetische Theorie wei die Frage nach der Form zumeist nur in der Opposition zur Dynamik zu erlautern. Diese Gegenuberstellung ist allerdings problematisch, sobald man Phanomene der Ubertragung - etwa von Narrativitat in der Musik oder musikalischer Wiederholungen im Film - in Betracht zieht. Falle, in denen Form und Dynamik verschrankt sind, bedurfen eines Begriffs, der diese Opposition uberschreitet und auf eine innere Bewegtheit der Form selbst angelegt ist. Der Begriff der generischen Formen, der systematisch auf einer Ebene zwischen dem besonderen Kunstwerk und der Gattung situiert ist, zielt darauf, die Dynamiken zwischen den einzelnen Kunsten beschreibbar zu machen.