Wahrend die Bereitschaft der antiken Eliten, Belange der Gemeinschaft zu finanzieren, bisher vornehmlich im Hinblick auf Griechenland untersucht wurde, stellt dieser Band die romische Antike in den Mittelpunkt. Die Autoren nehmen dabei sowohl die Diskurse in der Stadt Rom als auch die Praxis in den Provinzen in den Blick. Gemeinsinn, verstanden als innere Disposition auf ein Gemeinwohl, dient dabei nicht nur als Erklarung fur starkes Engagement, sondern vor allem als diskursive Gro e: Wie wird an Gemeinsinn erfolgreich appelliert? Wie kann, umgekehrt, ein politischer Gegner durch einen unterstellten Mangel an Gemeinsinn desavouiert werden? Gab es ein "e;zu viel"e; an Spenden oder Probleme bei der Anerkennung von Euergetismus?Den Band beschlie en zwei Untersuchungen zur Rezeption von sensus communis und Zivilreligion in beiden Fallen lassen sich antike Ursprunge als Chimare erweisen.