Seit Jahrzehnten gibt es von Seiten der katholischen Kirche Vorschlage zur Uberwindung der Spaltung der Christenheit, die irreal oder sogar utopisch sind. Wer kann beispielsweise erwarten, die Einheit der Christenheit konnte durch Unterordnung aller Christen unter den Primat der romischen Kirche erfolgen? Haben wirklich 15 Generationen seit der Reformationszeit einen falschen Weg eingeschlagen und sollen nun diesen Weg zuruckgehen? War die Wahrheitssuche der Reformatoren im ubrigen nutzlos, sinnlos und umsonst? Dies mu man entschieden verneinen. Alle existentiellen Fragen, die mit der Reformation vehement aufbrachen, konnen nicht relativiert werden und mussen deshalb auch noch kommende Generationen herausfordern. Es fuhrt kein Weg zuruck, wie es in einem anderen Zusammenhang schon Thomas Wolfe gesagt hat. Die Einheit der Christenheit kann nur uber einen Abbau der konfessionellen Barrieren erreicht werden, wie Klemens Max ihn in seinem vorliegenden Buch beschreibt.