Sex kaufen - in Deutschland ist das erlaubt. CDU und CSU forderten 2024 ein neues Gesetz. Sie wollen den Kauf sexueller Dienstleistungen verbieten und Freier bestrafen. Ziel soll der Schutz vor Ausbeutung und Menschenhandel sein. Die Gegenseite warnt vor einer Verlagerung in die Illegalitat. Aber was sagen diejenigen dazu, um die es in der Diskussion geht? Und wie unterscheiden sich die Perspektiven? Ist Sexarbeit ein normaler Job, bei dem "e;Sexworkerinnen"e; selbst bestimmt uber ihre Korper verfugen? Oder sieht die Realitat ganz anders aus? Begunstigt es Deutschlands liberale Gesetzgebung, dass die meisten Frauen, die in dieser Branche arbeiten, in entwurdigende Verhaltnisse und Abhangigkeiten gezwungen werden? Wer zahlt den wahren Preis dafur, dass Manner sich Sex einfach so kaufen konnen? Deutschland sei das "e;Bordell Europas"e; sagen Kritiker der geltenden Rechtslage und fordern ein Sexkauf-Verbot nach vom Vorbild etwa von Schweden: hier werden die Freier bestraft. Das Buch versucht, ein ehrliches Bild des Prostitutions-Business zeichnen - und die Schattenseiten ebenso wie die Bedurfnisse der Frauen in der Prostitution zu dokumentieren. Prostitution war fruher sittenwidrig. 2002 wurde sie unter der Rot-Grunen-Bundesregierung legal. Rund 30.600 Menschen arbeiten in Deutschland offiziell in der Prostitution. Die tatsachliche Zahl liegt aber wahrscheinlich sehr viel hoher.